NSG Aggeraue
Naturschutzgebiet SU-118 · 174,0 ha · Lohmar, Overath
Schutzzweck
Die Schutzausweisung erfolgt gemäß § 20 Satz 1 Buchstabe a, b und c sowie Satz 2 LG. Die Schutzausweisung erfolgt zur Erhaltung, Entwicklung und langfristigen Sicherung der Flussaue mit bedeutenden Erlen-Eschen-Wäldern, entwicklungsfähigen Weichholzauen- wäldern, repräsentativen Hartholzauenwäldern und gut entwickelten Eichen-Hainbuchen- wäldern in engem Verbund mit großflächigen Grünlandflächen. Besonderes hervorzuheben ist das Vorkommen von Bach- und Flußneunauge. Die durch großflächige Grünlandnutzung und besonders schöne einzelstehende Laubbäume und Baumreihen geprägte Flußland- schaft ist naturraumweit einzigartig. Die Unterschutzstellung erfolgt des weiteren gemäß § 20 Satz 1 Buchstabe a sowie Satz 2 LG - zur Erhaltung und Wiederherstellung folgender natürlicher Lebensräume von gemeinschaft- lichen Interesse gemäß Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21.05.1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen: - 9160 Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder - 91E0 Erlen-Eschenwälder und Weichholzauenwälder an Fließgewässern (prioritärer Lebensraum) - 91F0 Hartholz-Auenwälder; - zur Erhaltung der folgenden wildlebenden Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG: - Bachneunauge (Lampetra planeri, 1096), - Flussneunauge (Lampetra fluvialis, 1099), sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung der Lebensräume dieser Arten; 1. zur Erhaltung und Wiederherstellung einer durchgängigen, weitgehend naturnahen Flusslandschaft, welche von einer historisch gewachsenen Kulturlandschaft in der Aue umgeben ist, als Hauptachse eines landesweit bedeutsamen Biotopverbundes; 1. zur Erhaltung und Entwicklung der Agger als naturnahen Tieflandsflusses - mit einer guten Wasserqualität, einer naturnahen Fließgewässerdynamik einschließlich hierfür charakteristischer Gewässerstrukturen wie naturnahen Steil- und Flachufern, Uferabbrüchen, Totholz im Gewässer, Auskolkungen, offenen Sand- und Kiesablagerungen, Ausbuchtungen und Seitenarmen, Rauschen sowie einer strukturreichen, feinsedimentarmen Gewässersohle, vielfältigen Strömungsmustern und einer natürlichen Geschiebeführung, als Teil eines zusammenhängenden, durchwanderbaren Gewässersystems für die Fließgewässerfauna, insbesondere für einen der Größe und Beschaffenheit der Gewässer angepassten heimischen, sich selbst reproduzierenden Fischbestand einschließlich (hinsichtlich der Lebensraumqualität) anspruchsvoller Fischarten und Neunaugen, - als Gan…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief SU-118
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