NSG Gewaesserlandschaft Grosse Aue
Naturschutzgebiet MI-078 · 250,9 ha · Rahden, Espelkamp
Schutzzweck
Die Unterschutzstellung erfolgt a) zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung landesweit bedeutsamer Lebensräume und Lebensstätten seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten, insbesondere zur Erhaltung, Entwicklung und Pflege einer naturnahen Auenlandschaft mit Rinnensystemen verschiedener Verlandungsstadien, Stillgewässern, Grünland und Erlen-Eschen- und Weichholzauenwäldern sowie feuchten Hochstaudenfluren als Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie und einer auentypischen, artenreichen Fischfauna mit Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie. Kennzeichnend für das Gebiet sind die naturnahen Flussabschnitte. Das stark geschwungene Gewässer durchfließt eine überwiegend durch Wälle begrenzte Auenlandschaft. Die Grünlandbereiche werden als Wiese oder Weide extensiv bewirtschaftet. Neben Grünland- und Feuchtbrachen sind zahlreiche Flächen mit Gehölzen und kleineren Waldflächen bestockt, die sich in Teilen als waldähnliche Strukturen entwickeln. Im gesamten Gebiet befinden sich zahlreiche Tümpel, Blänken, Kolke und Altarme mit der typischen Vegetation eutropher Stillgewässer. In den Uferzonen der Still- und Fließgewässer finden sich Röhrichte und Hochstaudenfluren. Naturnahe Hecken und Baumreihen ergänzen das Biotopmosaik in den Randzonen. Der alte Flussverlauf steht im räumlichen und funktionalen Zusammenhang mit den naturnahen Flussabschnitten, lokal kommt Unterwasservegetation, teilweise Schwimmblattvegetation vor. Insbesondere folgende Biotoptypen sind besonders zu sichern und zu erhalten: – Tieflandfluss, – Bachbegleitender Erlenwald/Weiden-Auwald, – Brachgefallenes Nass- und Feuchtgrünland, – Röhrichtbestände hochwüchsiger Arten, – Tümpel und Rinnensysteme, – Magerwiesen und -weiden. Dem Biotopgefüge kommt eine besondere Bedeutung als Lebensraum zahlreicher, seltener und gefährdeter Pflanzenarten, Brut- und Gastvögel, Fische, Libellen, Schmetterlinge, Amphibien und Großsäuger zu. Die abschnittsweise naturnahe Größe Aue mit ihrer besonders strukturreichen Flussauoe und größeren, bedeutsamen Grünlandkomplexen ist wertvoll für Vogelarten der Fließgewässer, für Wasserwade sowie für Sumpf- und Röhrichtbrüter. Dem Gebiet kommt in der Naturlandschaft als bedeutendes Biotopachse und Vernetzungsbiotop eine herausragende Funktion im überregionalen Biotopverbund zu. b) aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen, insbesondere zur Erhaltung und weiteren Entwicklung der rückentwickelten Auen- und Gewä…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief MI-078
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