Naturschutzgebiet NRW

NSG Staustufe Schluesselburg

Naturschutzgebiet MI-014 · 264,5 ha · Petershagen

Schutzzweck

Das 264,5 ha große Gebiet "Staustufe Schlüsselburg" wird unter Naturschutz gestellt. Das geschützte Gebiet ist als eine der wertbestimmenden Kernzonen des Vogelschutzgebietes DE-3519-401 "Weseraue" Bestandteil des kohärenten europäischen ökologischen Netzes besonderer Schutzgebiete "Natura 2000" gemäß Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie) vom 21.05.1992 (ABl. EG Nr. L 206 S. 7), geändert durch Richtlinie 97/62/EWG vom 27.10.1997 (ABl. EG Nr. L 305 S. 42). Die "Staustufe Schlüsselburg" ist Teilfläche des Feucht- gebietes von internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention "Weserstaustufe Schlüsselburg". Die Unterschutzstellung erfolgt a) zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung landesweit bedeutsamer Lebensräume und Lebensstätten seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten, insbesondere zur Erhaltung und weiteren Entwicklung standorttypischer, naturnaher Lebensräume im Niederungsbereich der hier gestauten Weser. Besonders zu schützen und zu fördern sind - der gestaute, langsam fließende Flussabschnitt der Weser, - ausgedehnte Grünlandflächen mit kleinflächigen Feucht- und Nasswiesen sowie lineare Magerweiden im Bereich der Deiche, - Flutrasen, Seggenrieder und Röhrichte, - vielfältige Hochstauden- und Röhrichtsäume insbesondere entlang der Grünlandflächen und des Weserufers, - kleinflächige Erlen-Bruchwald- und Eichen-Hainbuchenwaldbereiche, - linienhafte Weichholzauenwälder, - Gebüsche, Feldhecken und Einzelbäume, insbesondere Kopfweiden, - der Komplex der durch Abgrabung entstandenen Stillgewässer sowie angelegten Kleingewässer. Aufgrund dieser Biotopstrukturen, der geografischen Lage und der überwiegend extensiven Nutzung besitzt das Gebiet eine ganzjährige, besondere Bedeutung als Nahrungs-, Brut-, Mauser-, Rast-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet vor allem für Wasser- und Watvögel. Die Grünlandbereiche stellen insbesondere wichtige Nahrungsflächen für die in der Umgebung des Naturschutzgebietes regelmäßig brütenden Weißstörche dar und bilden damit einen räumlichen Kernbereich für die Weißstorchpopulation. Das Gebiet soll darüber hinaus als Rück-zugs-, Schlaf- und Ruhebereich für verschiedene Gänsearten, nordische Schwäne sowie Wat- und Wiesenvögel, die die angrenzenden Acker- und Grünlandmarschen nutzen, geschützt werden. Insbesondere im Bereich der Röhrichte, Seggenrieder und Flutrasen sowie…

Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief MI-014

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