NSG Hillenbach-Tal
Naturschutzgebiet GM-016 · 9,9 ha · Nümbrecht
Schutzzweck
Die Schutzausweisung erfolgt zur Erhaltung und Entwicklung einer Talaue mitnatürlichen und naturnahen Bach, - Auen- und Auwaldlebensräumen einschließlich Bachufergehölze und Staudenfluren. Das Natur- schutzgebiet ist als Teilbereich des Schutzgebietes DE-5110-301 nach den Bestimmungen der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie Bestandteil des europäischen kohärenten Netzes von beson- deren Schutzgebiete(Natura 2000). a) Schutzgegenstand aa) Für die Umsetzung der Richtlinie 92/43/EWG ausschlaggebende Lebensräume und Arten gemäß Standard- datenbogen, die zu erhalten sind - Fließgewässer mit Vegetation des Ranunculion fluitantis (3260) - Feuchte Hochstaudenfluren (6430) - Hainsimsen-Buchenwald (9110) - Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald (9160) - Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwälder (91E0, Prioritärer Biotop) - Flussneunauge (Lampetra fluviatilis) - Lachs (Salmo salar) - Groppe (Cottus gobio) - Bachneunauge (Lampetra planeri) b) Schutzziele für die unter aa) genannten Lebensraumtypen und Arten ba) Erhaltung und Entwicklung der naturnahen Strukturen und der Dynamik des Fließgewässers mit seiner typischen Vegetation und Fauna entsprechend dem jeweiligen Leitbild des Fließgewässertyps und in seiner kulturlandschaftlichen Prägung durch - Erhaltung und Wiederherstellung einer möglichst unbeeinträchtigten Fließgewässerdynamik - Erhaltung und Entwicklung der Durchgängigkeit des Fließgewässers für seine typische Fauna im gesamten Verlauf - Möglichst weitgehende Reduzierung der die Wasserqualität beeinträchtigenden direkten und diffusen Einleitun- gen, Schaffung von Pufferzonen - Vermeidung von Trittschäden - Erhaltung und Entwicklung der typischen Strukturen und Vegetation in der Aue, Rückbau von Uferbefestigungen bb) Erhaltung und Entwicklung der feuchten Hochstauden- und Waldsäume mit ihrer charakteristischen Vegetation und Fauna durch - Sicherung und Entwicklung einer naturnahen Überflutungsdynamik - im Einzelfall Vegetationskontrolle (z. B. Entfernung von Gehölzen) und Schutz vor Eutrophierung bc) Erhaltung und Entwicklung großflächig zusammenhängender, naturnaher Hainsimsen-Buchenwälder bzw. Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder mit ihrer typischen Fauna und Flora in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/Altersphasen und ihrer standörtlichen typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwälder, Gebüsch- und Staudenfluren sowie ihrer Waldränder durch - naturnahe Waldbewirtschaftung unter Ausrichtung auf die natürliche Waldgesellschaft einschliesslic…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief GM-016
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