NSG Kottenforst
Naturschutzgebiet BN-003 · 2300,0 ha · Bonn, Alfter
Schutzzweck
Die Unterschutzstellung des ca. 2.300 ha großen Gebietes erfolgt: gemäß § 23 Abs. 1 Zif. 1 BNatSchG zur Erhaltung und Wiederherstellung - eines ausgedehnten zusammenhängenden Laubwaldkomplexes, der aufgrund seiner Größe und Ausstattung eine zentrale Bedeutung im landesweiten und somit europäischen Biotopver- bundsystem einnimmt sowie seiner Lebensgemeinschaften und Lebensstätten von Tieren und Pflanzen - der seltenen und stark gefährdeten Arten - wobei dem Kottenforst die Funktion eines überregio- nal bedeutsamen Regenerations- und Ausbreitungszentrums zukommt - der Waldlebensgemeinschaften im Waldgebiet des Kottenforstes mit den für die natürlichen Laub- waldgemeinschaften typischen Artenspektren in unterschiedlichen Bestandsaltern und standörtli- chen Variationen wie den seltenen lindenreichen Eichen-Hainbuchenwäldern einschließlich Alt- und Totholz - artenreicher Offenlandbiotope, insbesondere Wiesen, Weiden, Saumbiotope sowie zum Erhalt und zur Entwicklung der naturnahen eutrophen Stillgewässer und Maare sowie sonstiger Feucht- bereiche des Kottenforstes - zur Erhaltung und Wiederherstellung der Lebensstätten von seltenen und gefährdeten landschafts- raumtypischen Tier- und Pflanzenarten in großen zusammenhängenden Waldökosystemen als Teil- flächen eines Biotopverbundes von landesweiter Bedeutung - insbesondere als Lebensraum für Amphibien wie weitere gefährdete Amphibienart und Springfrosch, für Vögel, wie Rotmilan, Eisvogel und Spechte, sowie für Fledermäuse, Wespen- und Marderarten gemäß § 23 (1) Zif. 1 BNatSchG zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung im Bereich der Bachläufe, insbesondere - des naturnahen Fließgewässersystems sowie angrenzender Flächen mit den für Bachtäler in diesem Landschaftsraum typischen Lebensräume wie dem naturnahen Bach mit Kleinstrukturen (zum Beispiel Prall-, Gleithang), Kleingewässern, der Quellvegetation und Hochstaudenfluren, den Auenwäldern und anderen Gehölzbeständen, - der überwiegend extensiv genutzten Grünlandflächen sowie der Obstwiesen in ihrer Funktion als Lebensraum und Puffer für die Fließgewässer - der strukturreichen, überwiegend naturnahen, artenreichen Gehölz- und Waldbestände auf teil- weise kleinräumig wechselnden Standorten, insbesondere entlang der Gewässer, am Osthang des Tales und verstreut in den Grünlandflächen - der Leistungsfähigkeit der naturnahen Fließgewäs-ser und ihrer Quellbereiche · der vielfältigen Biotopausstattung und des Strukturreichtums des Tales sowie der angrenzenden Fläch…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief BN-003
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