NSG Oestlicher Teutoburger Wald (LP BI-Senne)
Naturschutzgebiet BI-003 · 542,0 ha · Bielefeld
Schutzzweck
Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gem. § 20 LG, Buchstabe a) - c) sowie zur Wiederherstellung einer Lebensstätte im Sinne von Buchstabe a) insbesondere - zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von bedeutsamen Lebensräumen und Lebensstätten seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse im Bereich des südlichen Kalksteinzuges des Bielefelder Osning mit Käseberg, Rosenberg, Togdrang, Kettlersche Berge, Bokelberg, Hellegrundsberg, Eisgrundsberg, Auf dem Polle, Lewenberg, Maakenberg und Brunsberg, die sich durch einen hohen Anteil artenreicher Buchenwälder, Quellbereiche und Bachläufe, offene Längs- und Quertäler und eingebetteten oder angegliederten Kalkhalbtrockenrasen auszeichnen. Insbesondere sind in ihrer natürli- chen Vergesellschaftung zu schützen: Waldmeister-Buchenwälder in ihren standörtlich verschiedenen Ausprägun- gen, Hainsimsen-Buchenwälder, Bach-Erlen-Eschenwälder sowie Kalkhalbtrockenrasen. - die Erhaltung und Pflege der Bär-lauchbestände bzw. bemerkenswerter Vorkommen von Frühjahrsgeophyten sowie des einblütigen Perlgrases im gesamten Gebiet, - die Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Quellbereichen und Bachläufen im gesamten Gebiet, - die Erhaltung, Entwicklung und Extensivierung der Grünlandnutzung in den Offenlagen der Längs- und Quertäler, - die Erhaltung und Förderung der Vorkommen der Elsbeere in den Bereichen Käseberg, Laucksegge, Hellegrund- sberg und Bokelberg sowie des Kreuzdorns am Hellegrundsberg durch geeignete Maßnahmen, - zur Erhaltung, Pflege und Entwicklung naturnaher Saum- und Waldmantelgesellschaften insbesondere an Käseberg und Hellegrundsberg, - die Schalenwilddichte in angemessener Zeit auf ein solches Maß zu regulieren, dass die Verjüngung der heimischen Baumarten in der Regel ohne besondere Schutzmaßnahmen ermöglicht wird. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines Laubwaldgebietes mit den für die heimischen Laubwaldgesellschaf- ten typischen Arten sowie die Überführung vorhandener Altersklassenbestände in naturnahe Laubwälder mit einem Mosaik der standörtlichen Variationen und der verschiedenen Wuchsklassen durch naturnahe Wald- bewirtschaftung und Sukzession, die Erhaltung und Förderung von Alt- und Totholz bis zur Zerfallsphase, die Umwandlung von Nadelwald in Laubwald, insbesondere in Quellbereichen und an Bachläufen, die Erhaltung der bachbegleitenden Erlen-Eschenwälder sowie die Entwicklung und Wiederherstellung von Kalkmagerrasen und Glatthaf…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief BI-003
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