NSG Oestlicher Teutoburger Wald (LP BI-West)
Naturschutzgebiet BI-001 · 400,6 ha · Bielefeld, Steinhagen
Schutzzweck
Die Festsetzung als NSG erfolgt gem. Paragraph 20 LG, Buchstabe a) - c) sowie zur Wiederherstellung einer Lebensstaette im Sinne von Buchstabe a) insbesondere - Zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von bedeutsamen Lebensraeumen und Lebensstaetten seltener und gefaehrdeter Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse im Bereich des Hoehenzuges des Bielefelder Osning mit dem Sandsteinzug von der Huenenburg bis zur Bergstrasse, Kalkzuege des Jost- und Bloemkeberges bzw. des Stecklenbrinks und Ochsenberges und der Flammenmergelkuppe des Kahlen Berges, die sich durch einen hohen Anteil artenreicher Buchenwaelder und eingebetteter oder angegliederter Offenbereiche mit Kalkhalbtrockenrasen oder Glatthaferwiesen auszeichnen. Insbesondere sind in ihrer natuerlichen Vergesellschaftung zu schuetzen: - Waldmeister-Buchenwaelder in ihren standoertlich verschiedenen Auspraegungen, - Hainsimsen-Buchenwaelder sowie - Kalkhalbtrockenrasen. Hierzu gehoert auch: - Die Erhaltung und Pflege bemerkenswerter Vorkommen von Fruehjahrsgeophyten sowie von Orchideen, Roetlicher Sommerwurz, Schwarzer Platterbse und Leberbluemchen im gesamten Gebiet, - Die Erhaltung und Pflege von Buchenaltholzbestaenden mit ueberregional bedeutsamen Pilzvorkommen am Ochsenberg, - Die Erhaltung und Entwicklung typischer Vorwaldgesellschaften, hier des Hainbuchen-Schlehen- gebuesches am Bloemkeberg, - Die Erhaltung und Entwicklung von Glatthaferwiesen insbesondere am Bloemkeberg, - Zur Erhaltung einer floristisch wertvollen Felsboeschung an der Galgenheide, - Die Erhaltung eines wertvollen Kulturdenkmals, der Ueberreste einer "germanischen Fluchtburg" an der Huenenburg, - Die Erhaltung eines geologischen Aufschlusses mit Einblicken in die liegenden Schichten und der typischen Kryptogamenvegetation an der Huenenburg, - Die Schalenwilddichte in angemessener Zeit auf ein solches Mass zu regulieren, dass die Verjuengung der heimischen Baumarten in der Regel ohne besondere Schutzmassnahmen ermoeglicht wird. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines Laubwaldgebietes mit den fuer die heimischen Laubwaldgesellschaften typischen Arten sowie die Ueberfuehrung vorhandener Altersklassenbestaende in naturnahe Laubwaelder mit einem Mosaik der standoertlichen Variationen und der verschiedenen Wuchsklassen durch naturnahe Waldbewirtschaftung und Sukzession, die Erhaltung und Foerderung von Alt- und Totholz bis zur Zerfallsphase, die Umwandlung von Nadelwald in Laubwald, insbesondere in Quellb…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief BI-001
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